Beschreibung


Unsere Ohren sind weit weniger tolerant als unsere Augen

 

Meine Arbeit bewegt sich zwischen Humor und Ernst – zwischen Fantasie und Erlebtem. Es gibt zwei Richtungen; die „Gestalt – Tiere“ und den „Lebensklang“.

Die Begegnung mit Menschen in ihrer Vielfalt berührt mich und ist das Hauptthema in meiner Kunst. Zu meinen Motiven komme ich durch Gespräche und Beobachtungen – ohne Vorsatz etwas malen zu wollen. Ich arbeite aus der Erinnerung und es können Jahre vergehen, bis das Bild gemalt werden möchte.

Ein Bild wie „Seerosenmündung“ oder „Frau steht Kopf / Kopf und Herz“, dauert bis zur Fertigstellung ca. 4 Monate. Die gesamte Komposition aus Strukturen, Farben und Details bedeuten mir viel und dafür nehme ich mir Zeit.

Die Wahl den Menschen auch in einem Tier darzustellen, macht die oft harte Realität oder die vielleicht genaue und unschöne Betrachtung weicher und versöhnlicher. Das Unschöne und oft auch Schräge der „Gestalt – Tiere“ wird durch meine Umsetzung in Zartheit von Farbe und Struktur, im Ganzen des Bildes zu etwas Schönem. 

Ich erarbeite mir meine Bilder aus mehreren Farbschichten. Tiefere Schichten sowie Strukturen und Motive lege ich in unterschiedlichen Schritten frei, mal großzügig – oder auch nur einzelne Teile davon. Im Malprozess selber, lasse ich das ursprüngliche Bild in mir sich verändern. Es bekommt eine eigene Dynamik und erzählt sich ganz von allein. Dabei gehe ich in einen Prozess der mich beflügelt, mit dem ich hadere, mit dem ich kämpfe und mit dem ich glücklich bin – er fordert mich immer.

 

Wolfgang Nußbaumer M.A. (Lebensklang 2015 / Auszüge):


“ … . Jener von Marion Meinberg baut sich in einem mächtigen
Akkord auf. In schmeichelnden Harmonien und herben Dissonanzen.
Sie hat viel erlebt, viel erfahren, viel nachgedacht. Schönes und
Hässliches, Fröhliches und Trauriges.
Ihr „Lebensklang“ enthält all das als bildhaftes Notat ihrer
Lebenserfahrung. Kunstvoll verschlüsselt natürlich.
Uns, den Betrachterinnen und Betrachtern, stellt sie über das reine
Sehvergnügen hinaus die Aufgabe, den richtigen Code, den richtigen
Deutungsschlüssel zu finden.“ …
„Ein Quäntchen von der Wahrheit im Bild haben wir
vermutlich erfasst, wenn wir auf uns selbst stoßen.
Welche Saite dann in uns erklingt, ist nun wirklich Privatsache.
Und nicht mehr die von Marion Meinberg.“